... und viele suchen nach ihr. Sie hoffen, durch sie besser zu leben, gelassener zu sein, erfolgreicher zu werden, ein besserer Mensch zu sein oder andere zu beeindrucken - warum auch immer.
Doch die Sache hat einen Haken!
Sind das wirklich meine Ziele? Was ist für mich wichtig, essentiell, wahr? Diese Fragen drängen sich uns oft in Zeiten des Umbruchs auf – wenn das Leben uns herausfordert, wenn Gewohntes ins Wanken gerät. Und was ist mit den Antworten? Finden wir unsere persönliche Wahrheit, oder ist sie nur eine Momentaufnahme?
Die Wahrheit ist nicht lehrbar – nur erfahrbar
Seit Jahrzehnten bin ich in der Lehre tätig und habe eines erkannt:
👉 Die Wahrheit kann nicht vermittelt werden. Sie lässt sich nicht in Büchern nachschlagen oder von Lehrern übernehmen. Was heute beispielsweise als wissenschaftlich gesichert gilt, kann morgen schon widerlegt sein.
👉 Kein Lehrer, kein Guru kann die Wahrheit lehren. Sie können Wissen, Fertigkeiten, Techniken vermitteln. Sie können Orientierung geben. Aber den Weg gehen – das muss jeder selbst.
👉 Das Wesentliche im Leben ist nicht durch Lernen, sondern durch Erleben erfahrbar. Die wichtigsten Erkenntnisse sind keine Neuerfindungen, sondern ein Wiederentdecken dessen, was schon immer da war.
Es ist wie mit der taubenetzten Kleeblüte am Morgen: Sie blüht nicht, weil jemand an ihr gezogen hat, damit sie schneller wächst. Sie wächst und erblüht, weil die Bedingungen stimmen: Sonnenlicht, Wasser und vor allem Zeit. So ist es auch mit unserem inneren Wachstum. Wir können den Boden bereiten, den Samen pflanzen, ihn pflegen – aber das Blühen geschieht, wenn die Zeit reif ist.
Begleitung statt Führung
Wahre Lehre folgt dem Prinzip:
Gib den Menschen nicht Fische, sondern lehre sie fischen.
In diesem Sinne:
Bhavatu sabba maṅgalaṃ – mögen alle Wesen glücklich sein!